28.08.2009
CDU Stellungnahme liegt vor - drei Tage vor der Wahl
Bei einem Gespräch am 27.08.2009 erläuterte Herr MdB Michael Kretschmer CDU
und gleichzeitig Generalsekretär der Sächsischen Union dem VFD
Vorstandsvorsitzenden die Position seiner Partei. Im Regierungsprogramm
2009-2014 der sächsischen Union steht zu lesen: "Das Netz der Rad-, Wander- und
Reitwege werden wir ausbauen und touristisch noch stärker vermarkten. Tourismus
kennt keine Verwaltungsgrenzen. Besonderes Augenmerk richten wir daher auch auf
die länderübergreifenden touristischen Wegenetze. Konkret fordern wir: ... das
Rad-, Wander- und das Reitwegenetz ausbauen..."
Es wurde vereinbart, nach Konstituierung des neuen Landtages erneut mit einigen
Landtagsabgeordneten der CDU zusammen zu kommen um die weiteren Schritte zu
konkretisieren. Dies soll spätestens im November 2009 geschehen.
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13.08.2009
Auch die Reaktion der Bündnis90/Die Grünen liegt nunmehr vor
Am 12.08.2009 beantwortet MdL Herr Johannes Lichdi (Bündnis90/Die Grünen)
eine Anfrage der VFD Landesverband Sachsen e.V. vom 15.03.2009. Spät – aber
immerhin. Auszug: „Dringend nötig ist daher, vor einer Änderung des SächsWaldG
in den nächsten Jahren eine konzertierte Aktion zu starten, die alle Beteiligten
stärker einbindet, und durch die in den Vordergrund zu rückende wirtschaftliche
und nicht zuletzt ökologisch wertvolle Variante des Tourismus überzeugt.“ Diesen
Vorschlag greift der VFD-Landesvorstand gerne auf und hat bereits MdL Herrn
Lichdi nach der Konstituierung des neuen Sächsischen Landtages um ein
vertiefendes Gespräch gebeten.
Eine offizielle Stellungnahme der sächsischen CDU-Fraktion – ebenfalls am
15.03.2009 angefordert – blieb bislang leider aus. Vielleicht kommt noch vor der
Landtagswahl von der personell stärksten Fraktion eine Reaktion.
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10.08.2009
Landtagswahlen in Sachsen am 30.08.2009 – einzig die FDP unterstützt die
Interessen der Freizeitreiter
Mitte März diesen Jahres wurden die im sächsischen Landtag vertretenen
Fraktionen (außer NPD) angefragt, mit welchen programmatischen Ideen zum Thema
„Reiten im Wald“ die jeweiligen Parteien in der nächsten Legislaturperiode
antreten.
Nachstehend Auszüge aus den vorliegenden Antwortschreiben, trotz Erinnerungen
liegen von CDU und den Grünen noch keine Stellungnahmen vor.
Die Linke
„… Die massiven Kritiken von den Betreibern einzelner Reiterhöfe und von
Pferdehaltern, wie wir sie aus der Vergangenheit kennen, sind so gut wie
verstummt. Wir finden uns in unserer damaligen Meinung bestätigt, daß das
geltende Recht noch genügend Spielraum geboten hat, um zu einer für
Waldeigentümer, Sport- und Erholungssuchende gleichermaßen befriedigenden
Ausweis von Reitwegen im Wald zu kommen. …“
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SPD
„… Die sächsische SPD verfolgt das Ziel, den Reittourismus zu stärken ohne
dabei die berechtigten Interessen der Allgemeinheit auf Erholung im Wald und die
Eigentümerrechte der Waldbesitzer zu beschneiden. Wir sehen daher die unter § 12
des sächsischen Waldgesetzes getroffene Regelung für ausreichend, um die
Interessen und Ansprüche aller Nutzer zu berücksichtigen. …“
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FDP
„…Die Erhebung der Reitabgabe und der damit verbundene Aufwand rechnen sich
vorn bis hinten nicht. Die Abgabe ist ein bloßes Abkassieren; die Beseitigung
der Reitschäden rechtfertigt allein den Verwaltungsaufwand für die Erhebung der
Abgabe nicht. …. Die Reitabgabe muß weg! Die Reiter müssen von sinnlosen Abgaben
entlastet werden, die Landkreise von unnötiger Bürokratie. Die Waldbesitzer
können auch ohne eine Reitabgabe für eventuelle Schäden schnell und
unbürokratisch entschädigt werden – Baden-Württemberg, das die Abgabe unlängst
abgeschafft hat, macht das vor.“
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März 2009
Wahlbaustein Waldgesetz
Am 30.08.2009 sind Landtagswahlen. Bis dahin stellen wir an dieser Stelle die
Aussagen der im Landtag vertretenen Parteien zum Thema „Reiten im Wald“ dar.
CDU, Die Linke, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen wurden angefragt. Beginnen
werden wir mit den Liberalen.
In der schon vor über drei Jahren von der FDP verteilten Druckschrift „Reiten im
Wald“ heißt es unter anderem:
„Die FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag kämpft für eine Neufassung des
Sächsischen Waldgesetztes mit dem Ziel, das Reitwegenetz in Sachsen deutlich
auszuweiten und vor allem das Reiten im Wald großzügig zu ermöglichen. In dem
von uns eingebrachten Gesetzentwurf fordern wir, daß das Reiten und das Fahren
mit Pferdefuhrwerken auf allen geeigneten (also zweispurigen) Wald- und
Feldwegen grundsätzlich überall erlaubt sein soll. Damit wäre das Reiten
grundsätzlich überall gestattet. Mögliche Verbote müßten punktuell begründet und
entsprechend gekennzeichnet werden. Unser Gesetzentwurf bedeutet im Endeffekt
also eine Umkehr der momentanen Verfahrensweise.“
Am 10.05.2006 hat der Sächsische Landtag leider den Gesetzentwurf der FDP mit
großer Mehrheit abgelehnt. Das Reiten im Wald bleibt bis heute auf die
ausgewiesenen Reitwege beschränkt.
MdL Tino Günther, tourismuspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen
Landtag, erklärt dazu aktuell:
"Auch wenn sich das Reitwegenetz in den letzten drei Jahren vergrößert hat,
können wir uns mit der Situation nicht zufrieden geben. Im Vergleich zu unserem
Nachbarland Thüringen, das innerhalb von anderthalb Jahren an die 12.000
Kilometer Reitwege ausgewiesen hat, steht Sachsen hinten an. Um mehr Reitfreunde
nach Sachsen zu locken, ist das noch viel zu wenig.
Handlungsbedarf gibt es vor allem beim Schließen von Lücken im bestehenden
Reitwegenetz. Die sächsischen Reitwegekarten gleichen noch immer einem
"Flickenteppich". Nach wie vor konnten die größten Probleme der Reiter nicht
behoben werden: So liegen mehrere Anfragen zum Ausweisen von Reitwegen bei den
Ämtern, seit Jahren gibt es für manche Regionen keine reittouristischen Karten,
Reitwege sind oft schlecht beschaffen - und das obwohl die Reiter für eventuelle
Schäden selber aufkommen.
Die FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag wird sich weiterhin für ein
touristenfreundliches Reitwegenetz stark machen. So muß das Reiten
grundsätzlich, wenn nichts dagegen spricht, erlaubt sein."
So soll nach seiner Aussage in einem möglichen Koalitionsvertrag die Änderung
des geltenden Waldgesetzes festgeschrieben werden.

Am 13.03.2009 im Sächsischen Landtag (v.r.): Der stellvertretende
Fraktionsvorsitzende Tino Günther (FDP) im Gespräch mit Uwe Plate 1.
Vorsitzender der VFD LV Sachsen e.V.
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November 2006
Die Werdauer Zeitung (Freie Presse) ging Ende September der
Kritik der VFD nach, dass im Forstamt Leubnitz auf Kosten der Reiter Waldwege
geschottert werden. Der zuständige Förster Bernd Härtel sah seinerzeit einer
Tiefenprüfung noch gelassen entgegen.
Jetzt informierte der VFD Landesverband die Journalisten über den Ausgang der im
Oktober im Staatsbetrieb Sachsenforst erfolgten Tiefenprüfung: Von den von
diesem Forstamt allein im Vorjahr geltend gemachten 35 400 Euro für die Behebung
von Reitschäden, mussten nämlich danach über 24 000 Euro wieder gestrichen
werden, weil nicht nachweisbar war, dass sie für den gesetzesgemäßen Zweck
verwendet wurden.
An den Döbelner Anzeiger übermittelt die VFD jetzt das
Ergebnis eines Testrittes von VWS-Mitglied Reinhard Kraft. Der hatte im
Kreisgebiet die offiziell bisher ausgewiesenen und kartierten 75,2 Kilometer
Reitwege abgeritten und dokumentiert und kam zu folgendem Ergebnis:
- 5,6 Kilometer ohnehin für alle nutzbare öffentliche Wege
- 57,9 Kilometer ohnehin öffentliche Straße
Wirklich als echte Reitwege bezeichnet werden kann nur der klägliche Rest von
11,7 Kilo.
Durch die Sächsische Zeitung (Ausgabe Görlitz) erhielt die VFD Anfang November von den Wegeplanungen am Berzdofer See Kenntnis. Die einstige Kohlegrube wird gerade zum Naherholungsgebiet umgestaltet. Geplante Reitwege führen dort leider nur als Schlaufen und Kehrtrunden weder bis an den See, noch verbinden sie diese Wege mit anderen bereits bestehenden oder touristisch sinnvollen Reitrouten. Die VFD hat sich an den Planungsverband gewandt, um hier noch Einfluss zu nehmen und mittelfristig den Boden für Reittourismus und das Überleben örtlicher Reiterhöfe zu bereiten.
Gutes Gesprächsergebnis im Plauener Land
Ein gutes Gesprächsergebnis erzielte unser Mitglied Ines Hoffmann Ende
November im Forstbezirk Plauen. Sie hatte (seit 2005!!!! In enger Abstimmung mit
dem Förster und in vielen Freizeitstunden) mögliche Reitwege gesucht und
beantragt. Nach anfänglicher Abwehr des zuständigen Forstbezirkes wurden u.a.
zwei Wege von ca. 5 km besprochen, diese sollen auch kurzfristig die
Kennzeichnung erhalten.
Ines Hoffmann sagt, „Weiterhin habe ich noch eine "große Runde" eingezeichnet,
die mir einen Tagesritt von ca. 35 km ermöglichen würde. Dies soll längerfristig
in Angriff genommen werden, da es wegen der vielen Beteiligten einfach länger
dauert. Das Gespräch verlief in einer guten Atmosphäre und ich bin eigentlich
ganz zuversichtlich.“
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Oktober 2006
Im Ergebnis der Vor-Ort-Begehung im Bereich des ehemaligen
Forstamtes Leubnitz (Vogtland) sind inzwischen rund 24 000 Euro der insgesamt 35
000 Euro, die allein von diesem Forstamt 2005 zur Beseitigung von Reitschäden
aufgerechnet worden sind, gestrichen worden. Die VFD hatte die Höhe dieser
Schäden im „teuersten“ Forstamt des Landes bereits Monate zuvor angezweifelt.
Da alle Forstbezirke in diesem Jahr noch einmal deutlich angehalten worden sind,
vor der Behebung von Schäden einen der über 60 ehrenamtlichen Gutachter der
Reiterverbände einzubeziehen, dürfte es zu derartigen Unstimmigkeiten künftig
nicht mehr kommen.
Die VFD hat inzwischen Hilfestellungen für die Schadensgutachter
zusammengestellt, die von Interessenten auf CD gegen eine Schutzgebühr bei der
Geschäftsstelle angefordert werden können.
Für die Wegeprobleme eines Mitgliedes aus dem Raum Plauen hat sich jetzt der VFD-Vorstand in Form eines Schreibens an den Forstbezirk eingesetzt. Obwohl Ines Hoffmann mehrfach mit dem zuständigen Förster zuvor die möglichen Reitwege an Ort und Stelle und auf Karten abgestimmt hatte, passierte über Monate hinweg nichts. Erst auf eine schließlich schriftlich erfolgte Nachfrage erhielt die Reiterin die Auskunft, dass ihrem Wunsch nicht entsprochen werden könne, u.a. da es im Vogtland bereits 148 Kilometer Reitwege gäbe.
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Ohne Sichtung keine Schadensbehebung
Ein Gespräch der VFD und des Landesverbands Pferdesport (FN) mit der
Geschäftsführung des Staatsbetriebes Sachsenforst Mitte August brachte folgende
Ergebnisse:
Es werden kein Reitschaden aus Mitteln der Reitabgabe beseitigt, wenn nicht zuvor ein Vertreter der Reiterverbände an der Schadenssichtung beteiligt worden ist.
Die Liste mit den 74 von den Verbänden benannten Gutachtern liegt den Forstbezirken vor. Diese sind für eine Einladung in einem ausreichenden zeitlichen Limit zuständig.
Die von den Verbänden beanstandeten Schäden des vorigen Jahres werden vom Sachsenforst noch einmal hinsichtlich der gesetzeskonformen Mittelverwendung (ausschließlich Beseitigung erheblicher durch das Reiten entstandener Schäden) überprüft.
Der Sachsenforst wird sich um eine künftig vereinfachte Form der Bestellung und Ausgabe der Reitmarken bemühen.
Es ist alternativ zum Erwerb einer Jahresmarke (35 Euro) auch mehrmals im Jahr möglich, Monatsmarken (3.50 Euro) zu erwerben.
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September 2006
FDP bohrt weiter für die Reiter nach
Derzeit zeigt sich, dass die FDP sich nicht nur im Rahmen ihrer leider
inzwischen fehlgeschlagenen Initiative zur Änderung des Waldgesetzes für die
sächsischen Pferdefreunde einsetzt, sondern den Reitern auch weiter verbunden
bleibt. Auch nach der Niederlage im Landtag, als außer den sieben
FDP-Abgeordneten kein einziger weiterer Abgeordneter die Gesetzesänderung
befürwortet hatte, bohren die Liberalen weiter nach. So starteten sie fünf
kleine Anfragen zu diesem Thema. Unter anderem geht es dabei um fehlende
Reitwegkarten in Löbau-Zittau und um die fehlende Anbindung an benutzbare
Reitwege für die zertifizierte „Pferdefreundliche Gaststätte“ Schachtelhalm im
Erzgebirge. Von den Ergebnissen dieser Anfragen informieren die Liberalen auch
die Reiterverbände, die damit erstmals Unterstützung der Politik bekommen.
Ortstermin im Werdauer Wald
Mitte September wird es einen gemeinsamen Ortstermin im Werdauer Wald bei
Zwickau mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst und den beiden Reiterverbänden FN und
VFD geben. Darauf haben sich die Reitervertreter im August bei einem Gespräch
mit der Geschäftsführung des Staatsbetriebes verständigt. In diesem Bereich
hatte es im Jahr 2005 extrem hohe „Reitschäden“ gegeben. Auch die Jahre zuvor
waren dort schon überdurchschnittlich hohe Summen aufgewendet worden. Den
Reitervertretern geht es bei dem Termin bei allen Zweifeln an den Schäden nicht
um einen Kampf gegen die Förster, sondern auch um die Sichtung, inwieweit von
vornherein tatsächlich geeignete Wege ausgewiesen werden. Für die VFD hat Anette
Wawrick von der Distel-Ranch Reuth für eine umfangreiche Fotodokumentation der
dortigen Wege und damit eine exzellente Beweislage gesorgt.
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